Donnerstag, 20. Februar 2014

my head gets full of fog

Wie fange ich nun am besten an?
Ich bin ratlos wie ich das in Worte fassen soll, was zur Zeit in meinem Kopf herum schwirrt.

Momentan ist einfach Stillstand in meinem Leben. Wer bin ich, wo möchte ich hin, was passiert mit mir?

Aber der Reihe nach.

Ausschlag für meinen Tweet vor ein paar Tagen, gab dieser Post von der lieben Asu - klick - vom Prinzip her, schreibt sie genau das was ich in letzter Zeit empfinde und fühle, sie schreibt mir aus der Seele und ich finde mich in so vielen Sachen, die sie beschreibt wieder. Normalerweise könnte ich direkt auf ihren Post hin verweisen, damit ihr wisst was mit mir los ist, aber ich möchte natürlich auch noch selbst ein paar Dinge schreiben.

Schon lange wollte ich ein Video & einen Blog Eintrag zu meiner aktuellen Situation machen, aber wie das so ist, schiebe ich manche Dinge vor mich hin. Nicht weil ich nicht will, ich kann einfach nicht. Unfähig und unbeweglich, starr sitze ich zu Hause. Mein Kopf ist voller Gedanken, ich hasse mich selbst manchmal so sehr & bin traurig.

Und eins Vorweg, ich möchte hier kein Mitleid erhaschen, oder etliche Ratschläge hören, wie zB. lass dich untersuchen (ich bin gesund) oder verreise doch mal, schalte ab... Zieh um. Leichter gesagt als getan, ohne Geld, ohne Sicherheiten.

Nicht alles ist in meinem Leben schlecht. Es gibt sehr viele Tage, an denen es mir fabelhaft geht, ich fröhlich und gut gelaubt bin. Ich lache so gerne, so laut und so viel. Ernsthaft.

Ich habe eine schöne eigene Wohnung, liebe Freunde & Bekannte um mich herum, eigentlich bin ich Gesund, nur in den letzten Wochen bin ich an meinen feien Tagen oft angeschlagen. Hier für ist einfach falsche Ernährung und auch Stress schuld. Die Tage werden heller & ich habe Phasen wo ich einfach nur Glücklich und Zufrieden bin.

Aber manchmal zieht dann dichter Nebel auf.

Meinen Job liebe ich.
Seit meinem 16. Lebensjahr arbeite ich, und seitdem ich 17 bin, arbeite ich im gleichen Unternehmen. Vielleicht zu lange? Ich weiß es nicht. Ich bin 31 und frage mich, was habe ich bislang erreicht, was ist noch zu schaffen? Werde ich überhaupt Ernst genommen? Momentan, bzw. schon seit mehr als 2 Jahren, frisst mich die Arbeit auf, das meine ich noch nicht mal böse. Wir opfern uns dort alle mehr als auf, möchte da aber nicht zu sehr ins Detail gehen, aber jeder der mich schon länger verfolgt und auch meinen Vlogs manchmal schaut, weiß was manchmal los ist. Aber zu 70% bestimmt die Arbeit meinen Tagesablauf. Haben ich Frühschicht befasse ich mich über 13 Stunden nur mit dem einen Gedanken & schleppe auch noch viel nach Hause, kann schlecht abschalten und denke darüber nach, was ich am anderen Tag zu erledigen habe, welche Probleme ich lösen muss. Freizeit bleibt mir wenig, und wenn, liege ich hier in meinem Bett, starre die Decke an und frage mich, wohin das alles noch führt. Meistens geht es mir dann mies, mein Körper kommt zur Ruhe & straft mich mit Kopf oder Bauchweh, oder weiß was ich. Der Stress fällt ab. Die Arbeitszeiten haben sich geändert, meistens bin ich Abends einfach nur noch müde und kaputt & das nicht nur von der körperlichen Anstrengung, sondern auch von den Emotionalen Sachen, die mich Begleiten.
Manchmal fühle ich mich nicht in der Lage morgens aufzustehen, will liegen bleiben & trödel so sehr herum, das ich nur knapp den Bus schaffe.
Was mache ich aus mir? Nichts. Meistens trage ich nur einen unordentlichen Pferdeschwanz und schnelles, unliebsames aufgetragenes Make Up. Ich fühle mich unwohl, weil ich nicht das tragen kann, was ich mag. Mein Kleiderschrank ist "voll" mit Arbeitskleidung, private Kleidung kann ich an einer Hand abzählen. Mode/Kleidung ist ein Ausdruck seiner Persönlichkeit und die lasse ich nun jeden Morgen zu Hause und fühle mich hässlich & wie eine graue Maus. Verstehen kann man das leider nicht wirklich, jeder Mensch empfindet anders. Aber eigentlich interessiere ich mich sehr stark für dieses Thema und kann es nicht "ausleben" nicht nachgehen. Versteht ihr das ich meine?

In letzter Zeit denke ich oft denke über den Tod meines Dads nach. Ich habe keiner Ahnung warum das in den letzten Monaten wieder so stark ist. Zu seinem Grab kann ich nicht. Ich schaffe es einfach nicht, kann mich nicht "aufraffen", mich nicht überwinden. Fühle mich dann schuldig, wenn ich an meinem freien Tag zu Hause sitze und es dann zu spät ist los zu gehen. Immer wieder denke ich an meine Kindheit, dann der Zeitsprung zum Streit hin, dann die Funkstille und dann wie es sich positiv entwickelt hat und letzten Endes ich nie eine Chance mehr hatte mit ihm zu reden & Dinge zu klären. Ich denke darüber nach wie seine letzten Tage waren, wie er weinte. Der Tag an dem er starb und die Tage danach, wie mich meine Arbeitskollegin fertig gemacht hat, durchlebe ich in meinem Kopf zur Zeit oft. Dabei hatte ich eigentlich abgeschlossen mit dem Thema, nun kommt alles wieder hoch.

Mitleid will ich nicht, Mitleid ist das schlimmste was ich nach dem Tod meines Dads erlebt habe. Es interessiert mich nicht, wenn jmd. zu mir sagt "Mein herzliches Beileid, es tut mir leid.."... Warum tut es den anderen Leid? Einen Scheißdreck. Den Anstand kann man sich sparen. Klingt hart, ist aber so. Ich wäre damals am liebsten der Krankenschwester an den Hals gesprungen, als sie mir das sagte. Als ich die Station betreten habe und sie uns zum Zimmer führte, wo er tot da lag. Vielleicht wird es mich mein ganzen Leben lang so starkt belasten & mich einschränken. Davor habe ich angst. Keinen Frieden zu bekommen.

Enttäuscht wurde ich den letzten Jahren oft von falschen Freunden. Zu sehr vertraute ich mich machen Personen an & diese spielten das aus. Leider begleitet mich dieser Teil schon mein halbes Leben, damals schrieb ich auf meinen privaten Blog darüber. Und immer wenn ich denke, es geht vorwärts, ich vertraue wieder einer Person, lasse eine Freundschaft zu, werde ich enttäuscht. Weil ich zu dumm & naiv bin. Selbst schuld, ganz klar.

Meinen Hobbys kann ich nur selten nachgehen. Oft fehlt mir die Zeit, und wenn ich Zeit besitze fehlt mir die Kraft Dinge umzusetzen. Nicht immer, versteht mich nicht falsch. Ich gehe ab und zu aus, treffe mich mit Freunden aber auch oft ist es so, das ich zu sehr plane, mir zu viel vornehme und ich dann Abends hier sitze und nichts von alledem geschafft habe.

YouTube ist so eine Sache für sich. Bald werde ich 32 und frage mich, ob ich nicht zu alt dafür bin. Wenn ich sehe, wie andere Erwachsene Frauen sich in Sachen verrennen, ihren Lebensunterhalt damit verdienen wollen und daran scheitern. Wie traurig und genervt manche YouTuber sind, oder wie falsch und verlogen und ich das schlechte Schauspiel erkenne und mir anschaue, schäme ich mich dafür. Wie manche in einem Hobby total aufgehen und sie denken aus ein paar Klebebändchen und Bildchen werden sie ein neuer Mensch und ihr Leben verändert sich dadurch...Ich schäme mich für manche, wenn ich Dinge höre von dritten Personen. Manchmal belächel ich die Einträge in einer YT Gruppe auf Facebook, wo YouTube Neulinge nur darauf bedacht sind, schnell viele Abos und schnell, sehr viel Geld verdienen wollen. Die darauf nur aus sind, Erfolg zu haben, koste es was es wolle. Ich schäme mich auch manchmal für meine Videos, wie ich aufgebrauchte Sachen in die Kamera halte und den Anschein mache, aus nichts anderen zu bestehen außer Kosmetik und Konsum.

Ich möchte nicht als etwas abgestempelt werden, was ich gar nicht bin.

Vielen meinen sich ein schnelles Urteil von einem zu bilden zu können, aber ich bin mehr als die 10 Minuten Video. Ich verstehe auch manchmal nicht, wie sehr sich anderen in Kommentaren oder E-Mails über andere auslassen, sie ihre Meinung vertreten können/dürfen und wenn man dann etwas dazu sagt, direkt als unfähig Kritik anzunehmen verurteilt wird. Man stellt sich als Mensch zur schau, man möchte einfach nur das nachgehen was einem Spaß macht & will sich gar nicht damit befassen was andere über einen denken. Geschmäcker sind verschiedene und ich kann nicht begreifen, warum andere immer einen ihre Meinung auf zwängen wollen, oder meinen sie müssten zu allem und jeden ihren "Senf" abgeben. Als wollen sie einen formen und zurechtbiegen, bis es ihnen, den Zuschauern, gefällt. Gut gemeinte Ratschläge gibt es immer, aber die Art und Weise wie man sie verpackt, ist eine andere Geschichte und auch die, ob der andere daran überhaupt interessiert ist. Ich mag hier gerade keine Beispiele nennen, aber manchmal muss ich darüber schmunzeln, wenn junge Mädels meinen, sie hätten die Weisheit mit dem Löffel gegessen. Zudem geht mir dieses ewige rum gezicke und Gruppenbildung auf den Keks. Wie damals in der Schule, die Streber vorne, die Schönen und Reichen in der einen Ecke, die Freaks in der letzten Reihe & ich habe es damals geliebt dort zu sitzen. Meine Schulzeit war zum einen sehr hart aber ich hatte auch viele wundervolle Momente :)

Und nun?
Warum das alles hier?

Vielleicht möchte ich anderen Mut machen, Ihnen zeigen dass der Nebel auch verblassen kann. Das es auch gute Tage gibt und nicht alles grau in grau ist.
Ich versuche das beste irgendwie aus meinem Leben zu machen, auch wenn es manchmal schwer zu sein scheint.
Versuche mit dem Nebel zu leben.
Die Trauer und Wut zu akzeptieren, aber mit dem Wissen, dies geht auch wieder vorbei.
Das zu tun, was einem Spaß macht & sich Zeit für sich zu nehmen, nicht aufzugeben und sich anderen anzuvertrauen.
Klarer die Sicht auf andere Punkte setzten, Dinge zu hinterfragen und/oder zu akzeptieren.
Schaut euch Dinge kritischer an & urteilt nicht vorschnell.
Denkt darüber nach, welche Aussagen ihr trefft.

Leider kann ich nicht einschätzen wie dieser Blog Eintrag auf euch wirkt, wie er ankommt und verstanden wird.
Ich hoffe das ich mich geschickt ausgedrückt habe und die Dinge verständlich und beim Namen genannt habe.

Und vllt. könnt ihr mich auch nun etwas genauer verstehen, wenn es in letzter Zeit so ruhig um mich herum war bzw. ist.

Anika





Kommentare:

Daniela hat gesagt…

Liebe Anika,
du glaubst gar nicht, wie sehr ich deine Gefühle nachvollziehen kann. Aber nein, du wirst KEIN Mitleid von mir bekommen. Nicht nur deshalb, weil du es nicht möchtest, sondern auch, weil es einen nicht weiterbringt. Dasselbe gilt übrigens für Selbstmitleid.

Ich möchte dich nicht angreifen und ich hoffe SEHR, dass du meine Worte auch als konstruktiv auffassen wirst. Denn so sind sie auch gemeint.
Ich bin selbst fast 30 und leide ebenfalls schon lange an wiederkehrenden Depressionen. Erst Ende letzten Jahres habe ich es geschafft, die Sache akiv anzugehen und mir Hilfe zu suchen. Ich bin noch nicht lange in der Therapie, aber ich bereue es schon JETZT, dass ich es nicht früher gemacht habe. Das sind verlorene Jahre, glaub mir. Und ich WEISS, wieiviel Überwindung es kostet. Aber manchmal schafft man es nicht alleine. Die Erfahrung scheinst du ja bereits gemacht zu haben. Es ist kein Wunder, dass dann von Zeit zu Zeit alles wieder hoch kommt. Das klingt jetzt vielleicht hart - aber wenn du die richtigen Schritte nicht ergreifst, dann WIRST du vermutlich auch nie deinen Frieden finden. Dann wirst du diesen "Nebel" ein Leben lang mit dir herumtragen. Willst du das? Ist es das wert?

Niemand muss versuchen, damit zu leben - das ist der völlig falsche Ansatz! Du wirst erst 32!!! Bitte nimm meinen Rat ernst und pack es nicht einfach zur Seite. Und versinke nicht (sorry!) im Selbstmitleid. Dadurch ändert sich leider nichts. :-/
Du hast doch selbst mal das Video gepostet ("I had a black dog - his name was Depression"). Erinnerst du dich an den Schluss? "If you take the right steps, talk to the right people - black dog days CAN and WILL be over."

Bitte nimm es dir zu Herzen. Auch wenn es schwer fällt.

Daniela

Jennson hat gesagt…

Meine liebe Anika, das Tief welches du gerade beschreibst, klingt für mich nach einer mittelschweren depressiven Episode. Anscheinend könntest du vieles nicht verarbeiten, und hier besteht dringender Aufarbeitungsbedarf! Auch wenn du davon überzeugt bist du hättest mit dem Thema abgeschlossen, glaub mir hast du nicht! Überwinde dich und nehme endlich professionelle Hilfe in Anspruch. Alleine wirst du das nicht Schaffen. Woher ich das weiß? Ich litt selbst lange zeit unter Depressionen und hatte mich lange gegen eine Therapie gewehrt. Die Jahre vor der Therapie waren komplett verschwendete zeit! Es hilft wirklich.
Ich wünsch dir alles gute.

Anika P hat gesagt…

@Jennson
Ja das kann sein, das ich einiges nicht richtig verarbeiten konnten, denn kurz danach ist meine Oma und danach eine Tante von mir verstorben, dann stand ein Umzug an, war einfach sehr viel los...

Mit Überwindung hat das nichts zu tun, ich wollte damals eine Therapie machen, allerdings habe ich keinen Platz bekommen, erst in ein paar Monaten und das fand ich damals unmöglich, weil ich Hilfe hätte gebrauchen konnte und diese nicht bekam.
Zudem ist es einfach ein Zeitfaktor, an meinen einzigen freien Tag bin ich nicht scharf darauf durch die halbe Stand zu fahren um eine Stunde lang mit jmd. über meine Probleme zu sprechen (überzogen gesagt...)

@Daniela
Danke für deine Worte :) Zum Thema Therapie habe ich gerade schon geantwortet und damals auch auf meinem privaten Blog :)
Wünsche dir weiterhin viel Erfolg bei deiner Therapie :)!!!

Tanja hat gesagt…

Liebe Anika,

am liebsten würde ich Dich gerade mal spontan abholen und auf ein paar Cocktails einladen. Einfach nur ausgehen, abschalten und Dich ein wenig ablenken.

Auch ich kenne diese Gefühle, die Du beschreibst, auch ich hatte Depressionen, über lange Jahre. Aber ich möchte nicht, dass Du denkst "jaja, Ihr wisst ja alle, wie es mir geht, weil Ihr zufälligerweise auch Depressionen hattet." Aber ich denke, es ist dennoch wichtig für Dich, zu wissen, dass es Menschen gibt, die durchaus nachvollziehen können, wie Du Dich fühlst - auch wenn wir uns nicht in die jeweilige Situation hineinversetzen können, denn es ist Deine persönliche Geschichte, die das Leben schreibt.

Ja, vielleicht hast Du vieles nicht aufarbeiten können, und ich kann auch verstehen, dass Du Dich an Deinem einzigen freien Tag nicht unbedingt aufraffen kannst, quer durch die Stadt zu fahren, um eine Therapie zu machen. Es ist schlimm, dass man keine Hilfe bekommt, wenn man sie braucht.

Bzgl. Youtube: Ja, es ist schlimm, zu sehen, wie sich manche erwachsene Frauen in Sachen verrennen oder Kiddies meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen, aber genau deswegen lieben wir Dich, weil Du eben nicht oberflächlich bist, weil Du auch mal sagst, wenn es Dir schlecht geht, weil man manchmal auch merkt, dass Du traurig bist. Du bist eben ein echter Mensch, und nicht so eine "verlogene Friede-Freude-Eierkuchen-Trulla". Natürlich kannst nur Du die Entscheidung treffen, ob Du weiterhin Videos machen möchtest, aber hey, Du bist ERST 32, und für mich bist Du die sympathischste Youtuberin überhaupt, eben weil Du Dich nicht verstellst.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles alles Gute und drücke die Daumen, dass es Dir schon bald wieder besser geht!

Und nicht vergessen: It can't rain all the time.

Liebe Grüße,
Tanja

Anonym hat gesagt…

Mir gehts ähnlich, ich kann weder viel dazu sagen, noch dir einen Rat geben. Ich denk an dich, wirklich.
Du bist toll!

MissAlencia hat gesagt…

Danke für diesen Beitrag. Gerade momentan gehts mir wieder ähnlich :-/
Ich mag dich und deine Videos so wie du bist!
Von Herzen alles Liebe, Alencia

Anonym hat gesagt…

Ich finde dich toll, genau so wie du bist! Bin deutlich älter als du und das Leben ist einfach manchmal ein Schwein! Man ist nicht automatisch depressiv, nur weil man manchmal nix zu lachen hat. Ich lese aus deinem Beitrag vor allem, dass du es vielleicht wagen solltest, dich beruflich zu verändern. LG Malli

Anonym hat gesagt…

Ich sehe das ähnlich wie Malli. Du brauchst wahrscheinlich einen Tapetenwechsel-auch wenn du das selbst schon weißt. Spar dir ein bisschen Geld an und dann such dir etwas Neues, wo Du humanere Arbeitszeiten hast und die Arbeit dir auch etwas gibt, du dich darin weiterentwickeln kannst und aufsteigen könntest, ohne im Konkurrenzkampf mit Kollegen untergehen zu müssen. Dir fehlt da einfach der Mut, du gibst auf, bevor du es überhaupt probiert hast. Da wäre es sicher sinnvoll jemanden an deiner Seite zu haben, der Dich Schritt für Schritt begleitet, sei es nun ein Therapeut oder eine Art Coach( Vertrauensperson, der sich mit solchen beruflichen Wandeln auskennt. Anika, ich glaub an Dich, ich weiß es ist schwer, ich kneife da auch lieber, als mich ins Blaue zu werfen, aber es lohnt sich eigentlich immer. Und sei es die Erfahrung, dass du richtig auf die Schnauze gefallen bist. Vlt wären solche Selbstfindungsthemen eher dein Ding auf Youtube? Ich weiß es ist sehr intim und du traust dem Haufen nicht mehr, aber vlt machst du dir damit deine eigene Ecke klar?
Viel viel viel Kraft wünsche ich Dir, egal wie du dich letzendlich entscheidest.
Liebe Grüße
ra

Anonym hat gesagt…

Ich würde dir einen Stellenwechsel empfehlen, bevor das ganze zu einem ausgewachsenen burnout ausufert! Ivh weiß, dass es unheimlich schwer ist sich zu lösen, wenn man so lange am gleichen Arbeitsplatz ist. Bei mir war das auch so, dass ich dachte es geht nicht ohne mich. Andere mussten für mich die Notbremse Ziehen, aber es war zu spät. Ich bin seit 5 Jahren zu Hause und immer noch nicht arbeitsfähig, meine berentung wird wohl dauerhaft sein ich hab mich nie vom burnout erholt. Ich bin jetzt eine von denen, wo ich früher immer dachte:" Mein Gott, reiß dich doch zusammen und beweg deinen faulen Arsch!!! Manschmal hasse ich mich dafür, aber ich kann nivht anders, meine Batterien sind sozusagen durchgebrannt, die lassen sich nicht mehr aufladen. So haben es mir zumindest die Arzte erklärt. Pass auf dich auf.

Tanjush68 hat gesagt…

ich bin auch eine verfechterin der therapie. meine mutter starb da war ich 19 und mir ging es ähnlich wie dir bis ich 30 wurde und es so schlimm wurde, dass ich mich doch in therapie begab. glaube mir....es ist alle mal,wert deinen ganzen freien tag zu opfern....mein leben nahm eine tolle wende und dies soll kein guter ratschlag sein, sondern einfach ein anteil nehmen, erzählen....

Violetta Haase hat gesagt…

Oh Anika, du sprichst mir momentan direkt aus dem Herzen. Ich hab mich in so vielen Formulierungen wieder gefunden.
Ich persönlich fände es sehr schade, wenn du aufhören würdest. Wenn dir Youtube Spaß macht, dann bleib dabei. Pfeif auf die anderen. Selbst in deinen "oberflächlichen" Videos merkt man, wie viel Mensch dahinter steckt. Aber wenn es für dich selbst zur Belastung wird, würde dir auch diesen Schritt niemand nachtragen.

Kabbi hat gesagt…

„Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“

Etwas zu ändern, auch wenn es einen selbst stört... Jeder weiß, wie schwer das sein kann. Und manchmal brennt schon die Luft, bis man endlich ausbrechen kann, aus seinem altvertrauten Trott.

Jeder Schmerz geht irgendwann vorbei. Die Angst, die man davor hat, aber nie, solange man ihr nicht begegnet.

(Das ist nur meine Erfahrung und kein altkluger Rat. Eigentlich schreibe ich das nur, weil ich mich manchmal so fühle, wie du es beschrieben hast.)